MedebachSliderBG4_mono

FWG aktuell

Bericht

Traurig – wütend – unglaublich
Die drei Worte stehen für die offenbar skandalösen „Zustände“ auf dem Aussiedlerhof in unserem Stadtgebiet, auf dem laut Presseberichten zahlreiche Kadaver von verendeten Milchziegen – teils sogar in Straßengräben, Regen- und Mülltonnen – gefunden worden sind.
Bereits im Dezember waren laut Presseberichten 30 tote Milchziegen aufgefunden worden. Es spricht einiges dafür, dass die Tiere verhungerten und verdursteten.
Fokus online berichtete:
Auf einem Bauernhof in Medebach im Osten von Nordrhein-Westfalen liegen Scharen von verwesten Ziegen. Gut 150 Tiere sollen hier vor wenigen Monaten gelebt haben – inzwischen sind es nur noch 50. Der Tierhalter ist beim Veterinäramt bekannt. Doch eine Handhabe gegen den Mann hat das Amt nicht.
Der Mann war bereits vor zwei Jahren auffällig geworden, als er die Kadaver von Lämmern in der Restmülltonne entsorgte. Das Veterinäramt kontrolliert seinen Stall seitdem zwei- bis dreimal im Jahr. Bei diesen Kontrollen sei stets alles in Ordnung gewesen, erklärte ein Pressesprecher des Hochsauerlandkreises dem Onlineportal „Der Westen“.
Doch Nachbarn des Tierhalters sind in den vergangenen Wochen die verwesten Ziegen und die elenden Zustände der noch lebenden Tiere aufgefallen. Im Trinkwasserbrunnen der Nachbarn wurden inzwischen sogar Coli-Bakterien festgestellt. Die Grundstückseigentümerin hat sich deshalb erneut an das Veterinäramt des Hochsauerlandkreises gewandt und dem Tierhalter gekündigt. Doch dieser lässt sich nicht vertreiben.

Mehrere Kontrollen pro Woche
Die rund 50 Ziegen, die noch auf dem Hof leben, werden nun aber alle zwei bis drei Tage untersucht. Laut Sprecher des Hochsauerlandkreises hätten die Tiere dabei einen ordentlich versorgten Eindruck gemacht. Die Ziegen dürfen also vorerst in der Obhut des Mannes bleiben. Allerdings haben die Veterinäre des Amtes den Mann inzwischen angezeigt.
Nun scheint es so, dass trotzt der Kenntnisse und der angeblichen Kontrolle, keiner in der Lage war/ist?, dem ganzen Einhalt zu gebieten. Laut WP-Bericht vom 07.02.2017 haben sich die Zustände auf dem Aussiedlerhof immer noch nicht verändert. In den Stallungen wurden im Februar erneut tote Ziegen gefunden. Da scheint doch die Kontrolle absolut zu versagen!

„Ein Skandal für Medebach!“ Wieviel oder wieviel nicht! Der Rat Medebach für Tierschutz in Medebach „übrig“ hat, zeigt der Antrag der FREIEN WÄHLER Medebach, – dem leider nicht stattgegeben wurde- für das Haushaltsjahr 2017:
> Betr.: Kostenbeteiligung Tierheim Brilon
> Wie der örtlichen Presse mehrfach entnommen werden konnte, steht das Tierheim Brilon, dem auch wir, die Kommune Medebach neben mehreren Nachbarkommunen, angehören, wirtschaftlich am finanziellen Abgrund. Gespräche mit dem ersten Vorsitzenden ergaben, dass sich die Einnahmen aus Mitgliederbeiträgen und Pauschalzuwendungen der angeschlossenen Städte zusammensetzen.
Ausgaben betreffen neben zwei Mitarbeitern, die in Vollzeit auf Mindestlohnbasis arbeiten, Kosten für Tierärzte und Futter. Das Problem, welches sich dem Verein stellt, sind dringend notwendige Umbauarbeiten, die deshalb notwendig sind, da sich die Vorgaben für die Größe der einzelnen Boxen geändert haben. Die Bezirksregierung hat diesen Umbau schon mehrfach eingefordert.
Die Zuwendung der Stadt Medebach ist vertraglich geregelt. Dieser Vertrag ist acht Jahre alt. In diesem wurde, so der erste Vorsitzende, vereinbart, dass pro Einwohner der Stadt eine Pauschale in Höhe von 0,66 € zu entrichten ist. Tatsächlich zahlt Medebach laut Auskunft von Frau Hunold lediglich € 3.600,-; dies entspräche einer Einwohnerzahl von unter 5500. Ein Blick in andere Kommunen zeigt, dass derzeit vielerorts eine Pauschale in Höhe von € 1,- pro Einwohner der Kommune gezahlt wird. Wir beantragen daher, die Pauschale Medebachs für das Tierheim Brilon ebenfalls auf € 1,- pro Einwohner zu erhöhen.
Zur Kostendeckung sollte über eine Erhöhung der Hundesteuer und evtl. über eine Katzensteuer nachgedacht werden. Warum Katzensteuer? Nach Auskunft des Tierheims werden im Tierheim im Schnitt fünfmal so viele Katzen wie Hunde betreut. So sind aktuell 49 Katzen und 11 Hunde im Tierheim.

Anträge zum Haushalt 2016

Als PDF öffnen

FWG Freie Wähler Gemeinschaft • Grafschafter Str. 17 • 59964 Medebach
An den Bürgermeister
Herrn
Thomas Grosche
Oesterstr. 1

59964 Medebach

FWG – Fraktion

im Rat  der Stadt Medebach

Christa Hudyma – Fraktionsvorsitzende

Telefon:

Fax:

Mobil:

E-Mail:

0 29 82 /  92 17 86

0 29 82 /  90 03 79

0 16 0  /  16 27 811

FWGMedebach@web.de

 

.                                                                           .

Ihr Zeichen: Ihre Nachricht vom: Unser Zeichen: Datum:
06.12.2016

Sehr geehrter Herr Grosche, lieber Thomas,

sehr geehrte Damen und Herren des Rates,

nach unseren Haushaltsberatungen stellen wir folgende Anträge:

Betr.: Kostenbeteiligung Tierheim Brilon

Wie der örtlichen Presse mehrfach entnommen werden konnte, steht das Tierheim Brilon, dem auch wir, die Kommune Medebach neben mehreren Nachbarkommunen, angehören, wirtschaftlich am finanziellen Abgrund. Gespräche mit dem ersten Vorsitzenden ergaben, dass sich die Einnahmen aus Mitgliederbeiträgen und Pauschalzuwendungen der angeschlossenen Städte zusammensetzen.

Ausgaben betreffen neben zwei Mitarbeitern, die in Vollzeit auf Mindestlohnbasis arbeiten, Kosten für Tierärzte und Futter. Das Problem, welches sich dem Verein stellt, sind dringend notwendige Umbauarbeiten, die deshalb notwendig sind, da sich die Vorgaben für die Größe der einzelnen Boxen geändert haben. Die Bezirksregierung hat diesen Umbau schon mehrfach eingefordert.

Die Zuwendung der Stadt Medebach ist vertraglich geregelt. Dieser Vertrag ist acht Jahre alt. In diesem wurde, so der erste Vorsitzende, vereinbart, dass pro Einwohner der Stadt eine Pauschale in Höhe von 0,66 € zu entrichten ist. Tatsächlich zahlt Medebach laut Auskunft von Frau Hunold lediglich € 3.600,-; dies entspräche einer Einwohnerzahl von unter 5500. Ein Blick in andere Kommunen zeigt, dass derzeit vielerorts eine Pauschale in Höhe von € 1,- pro Einwohner der Kommune gezahlt wird. Wir beantragen daher, die Pauschale Medebachs für das Tierheim Brilon ebenfalls auf € 1,- pro Einwohner zu erhöhen.

Zur Kostendeckung sollte über eine Erhöhung der Hundesteuer und evtl. über eine Katzensteuer nachgedacht werden. Warum Katzensteuer? Nach Auskunft des Tierheims werden im Tierheim im Schnitt fünfmal so viele Katzen wie Hunde betreut. So sind aktuell 49 Katzen und 11 Hunde im Tierheim.

Betr.: Weddelsee
Wir beantragen, zur Pflege einen Betrag in Höhe von  € 2.000,- einzustellen und ein Nutzungskonzept zu erstellen, sofern nicht kurzfristig ein Pachtverhältnis erfolgt.

Betr.: Bushäuschen
Aus gegebener Veranlassung und unter Berücksichtigung, dass der Schülerverkehr steigt, beantragen wir folgende Bushäuschen:

  1. An der Hansekogge
  2. An der evangelischen Kirche

Betr.: Prüfung

Der Zuschuss KOT wurde vor einigen Jahren aufgestockt, da dieser Treff eine hohe Beliebtheit hatte. Wie besagt: hatte! Derzeit wird dieser Treff zu 99 % von zugezogenen ausländischen Jugendlichen genutzt. Somit ist der Charakter des KOT als Jugendtreff nicht mehr gegeben. Vielmehr wird dieses in der genutzten Form als Integrationsstätte genutzt. Der Haushaltsansatz sollte somit um 50 % reduziert werden.

Betr.: Reinigung Tiefgarage
hier: Haushaltsansatz € 7.000,–
Die Kosten erscheinen sehr hoch und sollen geprüft werden.

Betr.: Bepflanzung der Blumenkübel
Die FW beantragen, einen Teil der Mittel für eine dauerhafte Begrünung bzw. eine dauerhafte Gestaltung in anderer Form zu nutzen, um für die Zukunft die Folgekosten der Pflege reduzieren zu können.

Betr: Einrichtung einer öffentlichen Stromtankstelle

Wir beantragen die Einrichtung einer öffentlichen Stromtankstelle zum Aufladen von Elektrofahrzeugen und E-Rollern usw..
Begründung: Für die zukunftsweisende Elektromobilität soll in Medebach ebenfalls die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stehen. Wir beantragen die Einrichtung einer Stromtankstelle. Durch die Einrichtung einer öffentlichen Stromtankstelle kann die Attraktivität der Elektromobilität gesteigert und vorangebracht werden. Ein weiterer Baustein zu „Medebach auf Klimakurs“.

Betr.: Unterstützung Jugendamt

Im Demokratieausschuss wurde die neue Vernetzung des Jugendamtes vorgestellt. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist jedoch das Jugendamt eine Institution, die in den Köpfen nicht wirklich angenommen wird. Weder als Hilfestellung und  kaum als Meldestelle, wenn gesehen wird, das Mütter, Väter, Eltern mit der Erziehung Ihrer Kinder und der Haushaltsführung überfordert sind. Hierzu sollte eine finanzielle Pauschale in Höhe von € 1.500,- zur Verfügung gestellt werden, so dass die handelnden Personen die Möglichkeit haben, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Betr.: Bau von Forst- und Rückewegen I 3030101

Ansätze von € 20.000,- bzw. 25.000,- (bei 60% Beteiligung) sollen ganz entfallen. Wie überall auch hier das Verursacherprinzip gelten. Die Waldnutzer haben selbst für den Unterhalt der Wege zu sorgen, zumal sie hierdurch einen wirtschaftlichen Erfolg herbeiführen, der nicht durch die Allgemeinheit bezahlt werden darf.

 

Betr.: Wiederaufforstungsmaßnahmen I 13030102

Der Ansatz von € 15,000,- ist um das dreifache auf € 45.000,- zu erhöhen, um zusätzlich eine angemessene Pflege der wertvollen städtischen Waldgrundstücke und eine notwendige Eingatterung sicherzustellen.

Betr.: Erweiterung und Gestaltung von Friedhöfen I 12020102

Für den Friedhof in Düdinghausen ist ein Zuschuß für einen Gedenkstein in Höhe von € 1.500,- veranschlagt. Wir beantragen, diesen Betrag zusätzlich für die Umgestaltung des Müllplatzes zu verwenden.
Begründung: Es ist eine aufwendige Stele errichtet worden, anstatt kostengünstig und sinngemäß eine Baumpflanzung mit Gedenktafeln zu realisieren.

Betr.: Neubau Feuerwehrgerätehaus Düdinghausen I 01070115

Der Ansatz von € 6.000,- ist zu gering, um alle möglichen, angedachten Ausbauszenarien für den Vorplatz eine Ausführung und Komplettierung der Vorfläche und damit der Gesamtanlage zu gewährleisten. Es wird beantragt, den Ansatz auf  € 8.000,- zu erhöhen.

Betr.: Bezuschussung des Heimat- und Geschichtsvereins

In der letzten Ratssitzung wurde dem Antrag des Vereins auf eine Kostenübernahme der Heizkosten für den Hansesaal nur eine Teilsumme zugedacht. Nach Rücksprache durften wir erfahren, dass der Heimat- und Geschichtsverein in Ehrenamt die Besetzung zum Einlass gewährleistet. Demnach sind im Jahr 2015 über 850 Stunden (Museum und Kleinbahn) zustande gekommen. Dieses wurde bei dem vorgenannten Beschluss nicht bedacht. Somit beantragen wir unter dieser Voraussetzung die Kostenübernahme der verbleibenden Kosten in Höhe von € 1.200,– und die Einstellung dieser Kosten für das Haushaltsjahr 2017. 

Mit freundlichen Grüßen

FWG Medebach
Christa Hudyma

Elternversammlung zur Information „Grundschulentwicklung am Schulstandort in Oberschledorn“

Elternversammlung zur Information „Grundschulentwicklung am Schulstandort in Oberschledorn“
Nachdem der Bürgermeister die tatsächlichen Zahlen für das kommende Schuljahr mit 12 Schülerinnen und Schülern für den Standort Oberschledorn vorgestellt hat und leider feststellen muss, dass alle Bemühungen, Eltern der Kernstadt und der Ortschaften Medelon, Dreislar und Berge zu bewegen , Ihre Kinder an die Oberschledorner Grundschule anstatt in Medebach anzumelden, gescheitert sind und somit eine neue Klasse 1 in Oberschledorn nicht zustande kommen kann. Die Vertreterin der Bezirksregierung ließ erkennen, dass sie eine Ausnahmelösung, wie es sie in Bergheim einmalig gegeben haben soll, nicht wirklich unterstützt. In den 3 Folgeschuljahren wäre nach aktueller Schülerinnen- und Schülerzahl der Erhalt gesichert. Die Wahl, den Schulunterricht auf einen jahrgangsübergreifenden Unterricht umzustellen, ist schwer nachvollziehbar, da benannte Vorteile der Schulleiterin, die Erfahrungen in dieser Unterrichtsform hat, die Skeptiker nicht wirklich überzeugen konnte. Die Erziehungsberechtigten haben nun die schwierige Wahl! Bedauerlich ist, dass die Bezirksregierung, der die Schülerzahlen des Schuljahres 2017/2018 seit 5 Jahren bekannt sind, nicht wesentlich früher auf die Stadt zugekommen ist, denn Zeit, für den Versuch, junge Familien mit Kindern in Oberschledorn anzusiedeln, wäre hier wichtig! Hier meinen wir FREIEN WÄHLER nicht nur, dass wir uns insgesamt beim Zuzug von Asylbewerbern mehr Familien gewünscht hätten, sondern dass auch bei der Wohnungsvergabe freier Wohnraum in den Ortschaften hätte genutzt werden sollen. Oberschledorn, ein Ort, der mit seinen vielen Gewerbetreibenden ca. 200 Arbeitsplätze stellt, bei ca. 800 Einwohnern, da sollte es, nach Meinung der FREIEN WÄHLER, eine Sondergenehmigung für ein Jahr ermöglichen,  die Grundschule vor Ort zu erhalten. Wo bleibt die Zusage der rot-grünen Landesregierung im Konsens mit CDU und FDP: „Kurze Beine – kurze Wege“? Wenn diese Aussage ernst gemeint ist, dann darf es kein Problem sein, der Grundschule Oberschledorn für das Schuljahr 2017/2018 eine Sondergenehmigung zu erteilen!!!!!!! Wir, die FREIEN WÄHLER, weisen auf viele Gesetze hin, die, wenn es nötig erscheint, auch von der Regierung „umgangen“ oder geändert werden, wohlwissend, dass selbstverständlich nur etwas „geht“, wenn man überhaupt will! Diesen Eindruck hinterließ die Bezirksregierung leider nicht!

Stellungnahme zum Rundbrief der CDU/SPD/FDP

Die Regierungskoalition im Medebacher Rat hat in einem Rundbrief das neue Sekundarschulkonzept erläutert und dabei auch die einzige Opposition im Rat, die FWG, mit einer Falschdarstellung bedacht.
1. Wir würden die Eltern verunsichern.
Mit diesem Argument, Informationen von der Bevölkerung fernzuhalten haben schon immer Nichtdemokraten argumentiert und die Menschen unterjocht.
Warum wurden seitens der Bezirksregierung und den Stadtverwaltungen monatelang Geheimgespräche geführt, bevor die Bevölkerung über das ausgehandelte, gemeinsame Ergebnis unterrichtet wurde?
2. Eine Elternbefragung über alle vorgestellten Schulalternativen wäre Quatsch.
In Informationsveranstaltungen aller Art, die seit Bekanntwerden stattgefunden haben, wurde immer wieder der Elternwille als maßgebendes Entscheidungselement herausgestellt.
Diesen Willen zu erforschen, ist aber offenbar so gefährlich, dass man wegen fehlender Gegenargumente hier zu einer Diffamierung des Gegners greifen muss.
In Siedlinghausen erwägt man ein Bürgerbegehren. Die SPD/FDP in Winterberg hatte ein Gutachten zur Schulplanung beantragt. Beides ebenfalls Maßnahmen, um den Elternwillen bzw. den Planungsprozess durchschaubar zu machen.
Die politische Mehrheit hat vor allem das Ziel, schnell schulpolitische Fakten zu schaffen. Demokratische Willensbildung schafft Unruhe. Das ist schlecht.
Die FWG will eine Gesamtschule.
Dies haben wir nie gesagt, eine Lüge. Was aber wahr ist, dass die Bezirksregierung auf keinen Fall eine Gesamtschule will, weil es dann die erste im HSK wäre, und der HSK ist der einzige Kreis in NRW, in dem es bisher keine Gesamtschule gibt, obwohl dies von Seiten der Landesregierung zur Abrundung des Schulangebots seit Jahren gefordert wird.
Bei einer langfristigen Schulplanung gehört diese Schulform, die extreme Vorteile brächte, mit in die Aussprache:
Die Schüler könnten in ihrer gesamten, unterschiedlichen, schulischen Laufbahn an einer einzigen Schule zusammen bleiben. Die Räume und Lehrer könnten zweckmäßiger, je nach Schulform und Fachbedarf, eingesetzt werden. So könnten auch z. B. viel mehr Wahlfächer angeboten werden
Unsere Argumentation immer wieder nur auf Medebach zu beziehen ist gehässig.
Wir hätten gerne die Meinung der Betroffenen erfahren – mit ihren unterschiedlichen Aspekten – um uns in unserer politischen Arbeit noch besser darauf einstellen zu können.

FWG Medebach, Berni Eickhoff

Leserbrief zum Interview mit Arbeitgeberpräsident

Leserbrief zum Interview mit Arbeitgeberpräsident Arndt Kirchhoff, WP 05.07.16
Hauptthema bei Herrn Kirchhoff ist die Verteidigung der Werte: Demokratie, Meinungsfreiheit und Menschenrechte gemeinsam mit den USA im Handelsabkommen TTIP.
Dazu ist an folgendes zu erinnern, das bei Herrn Kirchhoff anscheinend – interessengesteuert – völlig ohne Belang ist:
Wir sollen uns in eine vertrauensvolle, gleichberechtigte Partnerschaft mit einem Staat begeben, der
• im Rahmen der NSA-Affäre seinen Partner selbstverständlich und ohne Skrupel in den sensibelsten Bereichen bespitzelt – aus eigenen wirtschaftlich-politischen Interessen.
• einen Nahostkrieg unter fadenscheinigen, inzenierten Vorwänden angezettelt hat, der mindestens eine ganze Region auf Jahrzehnte destabilisiert und Millionen Menschen ins Elend gestürzt hat – aus eigenen wirtschaftlich-politischen Interessen.
• bereits zuvor wie selbstverständlich als Weltpolizei, die Staaten Südamerikas und Südostasiens kontrolliert hat – aus eigenen wirtschaftlich-politischen Interessen.
Europa täte gut daran, bei jeder notwendigen Zusammenarbeit extrem vorsichtig zu agieren. Eine gleichberechtigte Partnerschaft ist aber gar nicht möglich oder glaubt Herr Kirchhoff, die USA würden aus Handelsfairness die europäischen Arbeits- und Sozialgesetze übernehmen?
Seit dem 2. Weltkrieg haben wir im Rahmen von GATT und WTO multilaterale Abkommen beschlossen, die nicht nur zwei Partnern Vorteile brachten, sondern allen Staaten. Jetzt soll zwischen den 2 mächtigsten Wirtschaftsblöcken noch zusätzlich zu allein ihrem Vorteil und damit zum Schaden aller anderen Staaten ein Handelsabkommen geschaffen werden. Das ist weder ein Vorteil für die oben beschriebenen humanitären Werte noch für die Weltgemeinschaft überhaupt.
Wie kann man bei solch langjährigen Verträgen so kurzfristig und interessengesteuert argumentieren und versuchen, die Öffentlichkeit zu beeinflussen.

Berni Eickhoff, Düdinghausen

Stellungnahme zum Verwaltungskommentar

Antrag der FWG auf Elternbefragung zur Schulplanung
Stellungnahme zum Verwaltungskommentar, Oversum 05.07.16
Es dürfte nicht abzustreiten sein, dass eine Schulentwicklung nicht ohne den Willen der betroffenen, also der Eltern bzw. auch Großeltern erfolgen sollte, zumindest aber nicht gegen deren Willen. Nun zeigte sich aber schon in der Vorplanung durch die Bezirksregierung, dass der ganze Prozess von großer Sorge getragen wurde, dass die Bevölkerung unruhig würde – dies wurde mehrfach angesprochen. Umso mehr sollte nun die Chance genutzt werden, die betroffene Bevölkerung und ihre Meinung über die langfristige Schulentwicklung im Planungsprozess zu erfahren und zu berücksichtigen. Dies lässt sich unserer Absicht nach – bei gutem Willen der Mehrheitspartei – auch ohne Bürgerbegehren – wie in Winterberg eingeleitet – bewirken.
Das hierzu jedoch der politische Wille von Ratsmehrheit und Verwaltung fehlt, macht die Kommentierung unseres Antrags deutlich, in der sowohl Elternbefragung als auch die Auswahl zwischen den vorgestellten Alternativen der Schulentwicklung rundweg als nicht möglich bezeichnet werden.
Wenn die Mehrheit das vorgestellte Sekundarschulkonzept akzeptiert, so ist dies für uns O.K. Aber es gibt ja auch Alternativvorschläge, deren zahlenmäßiges Gewicht unklar ist. Sicherlich könnte durch Einbeziehung zusätzliche Akzeptanz geschaffen werden.

Leserbriefe zum Artikel Gesamtschule

Leserbrief zum Artikel: „Schulschließungen sorgen für Zündstoff“ vom 11.06.16

Eine so beschriebene Elternverarschung kann nicht durch eine Elternbefragung über die Art der künftigen Schulgestaltung erfolgen. Leider ist sie jedoch schon dadurch erfolgt, dass zunächst ausschließlich Informationen über die einzig vorgesehene Planung einer Sekundarschule in nichtöffentlichen Kreisen durch die Verwaltung erfolgt ist, Begründung: man wolle keine Unruhe in die Öffentlichkeit tragen. Die Nichtöffentlichkeit solcher Themen ist durch die Gemeindeordnung ausgeschlossen, trotzdem wurde dies praktiziert.
Zur Sache: Aufgrund der langfristig schrumpfenden Bevölkerung ist der Bestand der bisherigen Schulen nicht tragbar. Es wird einen neues, auf die Gegebenheit angepasstes Schulkonzept für den Raum Medebach (ca. 8 000)-Hallenberg (ca. 4 000)-Winterberg (ca. 12 000 EW)benötigt. Das hierbei kein Weg an der größten Stadt Winterberg als Schulstandort vorbei geht, dürfte klar sein. Medebach als Zweigstelle kann wohl nur vorübergehend aufrechterhalten werden.
Vor diesem Hintergrund ergeben sich 2 Planungsalternativen, die der Bevölkerung zur Auswahl vorzustellen sind:
1. Die Variante einer Sekundarschule bis zur Klasse 10 und ab Klasse 11 das Gymnasium
2. Eine durchgängig zu besuchende Gesamtschule, die die gymnasiale Oberstufe ersetzt.
Hier wäre der Vorteil, dass die Schüler ihre gesamte Laufbahn an derselben Schule verbringen mit denselben Räumlichkeiten und Lehrern, die natürlich immer auch bedarfsgerecht je nach Fachbedarf und Neigungen ausgewählt werden können. Man könnte ganz klar optimal auf veränderte Schülerzahlen reagieren.
Allerdings müsste das Gymnasium dann schließen.
Diese Tatsache ist politisch offensichtlich so unerwünscht, dass man hierüber keine Elternbefragung riskieren will.
Wenn die Gesamtschule nach Elternwillen nicht erwünscht ist, so ist das O.K. Dann entscheidet man sich also für Sekundarschule und Gymnasium. Aber die Möglichkeit gar nicht anzusprechen und nicht darüber aufzuklären, ist nicht in Ordnung.
Berni Eickhoff

Leserbriefe

„Wer verarscht wen?“
Wie der Pressemitteilung der WP vom 11.6.16 zu entnehmen ist, spricht der SPD -Fraktionsvorsitzende R. Kaiser von „Elternverarsche“ bei der von der FWG bevorzugten und von der Bezirksregierung vorgestellten Möglichkeit der offengehaltenen Option einer Gesamtschule. Die Bezirksregierung hat alle 3 Städte (Medebach/Winterberg/Hallenberg) mit 101 Kindern angegeben. Auch für eine Sekundarschule ist es knapp. Die Eltern müssen wissen, dass die Sekundarschule keine anderen schulischen Abschlüsse bietet, wie jetzt die Verbundschule: das Kind bekommt nur einen neuen Namen: aus der Verbundschule wird eine Sekundarschule. Wenn hier so getan wird, da kommt was absolut Neues, dann kann die FWG der Äußerung von Herrn R. Kaiser zustimmen.
Die möglichen schulischen Abschlüsse bleiben gleich. Das ist der Grund, warum die Freien Wähler die Gesamtschule vorziehen, da diese nachweislich viele Schülerinnen und Schüler mit G 9 zum Abitur führen kann. In einer gemeinsamen Sitzung der Stadträte wird am 5. Juli 2016 entschieden! Offensichtlich soll hier nur noch über die Sekundarschulte mit Hauptstandort Medebach und Nebenstandort Winterberg sowie der Schließung der Schulen in Siedlinghausen und Winterberg gehen? Entscheiden werden hier die Räte! Diese sind gewählt! Inwieweit sie sich dem Bürgerwillen verpflichtet sehen, zeigt, ob die Eltern überhaupt gefragt werden und ob die Unterschriftenaktion in Siedlinghausen überhaupt eine Auswirkung hat?
Klaus Kaiser, Landtagsabgeordneter der CDU für unseren Wahlkreis HSK, hat am 9. Juni 2016 im Plenum zur Situation an Grundschulen in NRW gesprochen. Hier wörtlich: „ Am Beispiel der Inklusion ist die rot- grüne Schulpolitik ist auf breiter Front gescheitert!“
Hier kann die FWG Medebach nur zustimmen!

Christa Hudyma
1. Vors. der FWG Medebach
1. Vors. der FREIEN WÄHLER NRW

Flyer „Zukunft Schule“

Vogelschutz

PDF-Datei

Bericht:

    1. Sitzung des Arbeitskreises Landwirtschaft
      Vogelschutz-Maßnahmen-Plan (VMP) für das Vogelschutzgebiet „Medebacher Bucht“

Die rückgängigen Zahlen der Vogelarten veranlassen nicht nur zur Sorge sondern zum Handeln.

Der Wandel in der Agrarstruktur der Medebacher Bucht ist selbst in einem relativ engen Zeitfenster von nur 11 Jahren (1999 bis 2010) deutlich erkennbar .

Diese Veränderungen bzw. die Auswirkungen auf die wertbestimmenden Vogelarten des Vogelschutzgebietes lassen sich wie folgt konkretisieren:

Neue Produktionsverfahren in der Landwirtschaft (Laufställe mit Anfall von Gülle als kostengünstiges Düngemittel, ganzjährige Stallhaltung, Herstellung von Silage statt Heu als Futtermittel, neue Maissortenzüchtung) verdrängen traditionelle Verfahren (Weidegang in der Milchviehhaltung, späte und max. 2-schürige Mahd, Festmistdüngung, Getreide als Futtermittel).

Die daraus resultierenden Nutzungsänderungen sind Gülledüngung, Vorverlegung des Schnittzeitpunktes im Grünland, Zunahme der Anzahl der Schnitte, Maisanbau (als rentable Ackerfrucht bzw. als Futtermittel).

Die Konzentration auf weniger und größere Betriebe bei gleichbleibender Bewirtschaftungsfläche und gleichbleibenden Milchviehzahlen bedingt eine aus landwirtschaftlicher Sicht effizientere Tierhaltung. Eine Steigerung der Michleistung wird durch die verbesserte Futtersituation (Silage, Mais, ggf. Zukauf von Futtermitteln) erwirkt.

Kleinere Betriebe und Nebenerwerbsbetriebe können v.a. im bestehenden agrarpolitischen Fördersystem nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Mit ihrer drastischen Abnahme geht der Verlust der traditionell typischen Nutzungen der Medebacher Bucht einher (kleinstrukturiertes Nutzungsmosaik, Weidegang in der Rinderhaltung, Heunutzung, max. 2-schürige Mahd, 1. Mahdtermin ab ca. 15.06.)

Die daraus resultierenden Verluste an Lebensräumen des traditionell (extensiv) genutzten Grünlandes (Magerweiden, artenreiche Mähwiesen, Saumstrukturen) und des Ackerlandes als Brut- und Nahrungshabitate bedingen den allgemeinen Verlust an Arten (Insekten, Amphibien, Vögel u.v.m.) in der Medebacher Bucht.

Entwicklung der Neuntöterbestände und der Flächennutzung in 4 repräsentativen Teilgebieten des Vogelschutzgebietes Medebacher Bucht

Ein Beispiel hier am  Gebiet „Gelängebachtal“ (Medebach)

siehe Fotos

Die Darstellung der Flächennutzung unterscheidet

– Weide

– Wiese/ Neuansaat

– Ackerland

– Brache

– Sonstige Nutzungen (v.a Wald)

In den Jahren 1999 und 2000 wurden die Neuntöter-Vorkommen mit gleicher Methodik flächendeckend kartiert. Der Witterungsverlauf (1999: trockener, warmer Sommer, 2000: kühler, regennasser Sommer) hatte einen deutlichen Einfluss auf die festgestellten Neuntöter-Reviere der beiden Jahre. Die geringeren Revierzahlen in 2000 sind als natürliche Schwankungen der Bestände somit gut nachvollziehbar. Das Mittel der beiden Extremjahre zeigt daher die potentielle Eignung des Lebensraumes für den Neuntöter zu diesem Zeitraum.

Der signifikante Rückgang der Neuntöter-Reviere rund 10 Jahre später korreliert mit der Änderung in der Flächennutzung. Siehe hierzu auch nachfolgende Karten. 2 Vogelschutz-Maßnahmen-Plan (VMP) für das Vogelschutzgebiet „Medebacher Bucht“

    1. Ansprüche der wertbestimmenden Vogelarten des VSG MB

Darstellung: Biologische Station HSK

Medebach im Zeitraum von 1999 bis 2010

In nur 11 Jahren hat die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe stark abgenommen. Vor allem nahm die Zahl der kleineren Betriebe (bewirtschaftete Fläche geringer als 10 ha) sowie die der Nebenerwerbsbetriebe sehr stark ab. Größere Betriebe (bewirtschaftete Fläche größer 50 ha) entstehen erst in diesem Zeitraum.

Der Umfang der landwirtschaftlich genutzten Fläche bleibt nahezu unverändert.

Die Anzahl der Milchviehbetriebe nimmt ab, die Zahl der Milchkühe bleibt nahezu unverändert, d.h. die Anzahl der Milchkühe pro Betrieb steigt. Dies drückt sich schon in der vorgenannten Zunahme der Betriebsgröße aus. Die Zahl der Rinder sinkt in beiden Stadtgebieten um rund 8%.

Eine Zunahme des Maisanbaus ist deutlich erkennbar.

 

Die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Medebach hat um 32 % abgenommen:

Entwicklung der Betriebsgröße

Hierbei sank die Zahl der kleineren Betriebe mit einer bewirtschafteten Fläche bis 10 ha drastisch, im Stadtgebiet Medebach um 64%. Auch bei den mittelgroßen Betrieben mit einer bewirtschafteten Fläche von 10 bis 50 ha ist die Abnahme deutlich: im Stadtgebiet Medebach um 18%.

Im Stadtgebiet Medebach nahmen die Nebenerwerbsbetriebe um 40 % ab, die Vollerwerbsbetriebe um 11%.

Der Umfang der landwirtschaftlich genutzten Fläche (ha) bleibt mit einer bewirtschafteten Fläche von rund 4500 ha in Medebach nahezu unverändert

Die Anzahl der Milchviehbetriebe nimmt in Medebach um ein Drittel, 35 %, ab.

Die Zahl der Milchkühe bleibt in Medebach mit rund 2100 Tieren nahezu unverändert.

Die Zahl der Rinder sinkt in beiden Stadtgebieten um rund 8%.

Flächennutzung (Verhältnis Ackerbau – Grünland bzw. Mais-Anteil in der Ackernutzung) Der Anteil des Ackerlandes ist im Stadtgebiet Medebach nur geringfügig zurückgegangen. Mais hat einen geringen Anteil im Verhältnis zur gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Allerdings ist v.a. im Stadtgebiet Medebach mit einer Steigerung um 304% auf insgesamt 21% der Ackerfläche die Erhöhung des Maisanteils deutlich erkennbar

Alle sind sich einig: Neue Konzepte eines neunen Miteinander!

Da sind die Landwirte und die Politik gefordert, gemeinsam mögliche Wege zu finden!

Medebacher Bauern demonstrieren !!!

Medebacher Bauern demonstrieren !!!
Mit dem Slogan:
„Wir machen dein Frühstück. Aber Dein Geld kommt nicht bei uns an“
demonstrieren die deutschen Landwirte gegen die derzeitige Preiskrise auf den Agrarmärkten.
Bundesweit haben Landwirte bessere Preise für Milch, Fleisch und Getreide gefordert.
Auch in Medebach warben die Bauern bei den Verbrauchern um Verständnis für ihre schwierige wirtschaftliche Lage.
Nach Angaben des Deutschen Bauernverbands erlebt die deutsche Landwirtschaft derzeit eine tiefgehende Preiskrise. Seit 2013 sind demnach die Preise für Schweinefleisch, Milch und Getreide stetig gesunken. Sie hätten ein Niveau erreicht, das keine wirtschaftliche Perspektive mehr zulasse.
„Weniger als ein Viertel des Lebensmittelpreises kommt heute beim Landwirt an“, erklärte Josef Schreiber aus Medebach. Die Margen zwischen Erzeugerpreis und Verkaufspreis hätten sich in den vergangenen Jahren vergrößert. „Schleuderpreise zerstören die Strukturen unserer heimischen Landwirtschaft.“
„Unsere qualitativ hochwertigen Lebensmittel dürfen nicht zu Billigpreisen verschleudert werden“, erklärt er. Der Preiskampf mit Grundnahrungsmitteln müsse ein Ende haben, das Preisrisiko dürfe nicht länger allein auf den Schultern der Landwirte liegen.
Die Stadtvertreter der FREIEN WÄHLER; Georg Schneider, Bernhard Eickhoff und Christa Hudyma besuchten die Demonstration in Medebach und nannten die aktuelle Preismisere „eine große Bedrohung für unsere bäuerliche Landwirtschaftsstruktur“. Sie unterstützen den Appell an die Verbraucher, mit ihrem Einkaufsverhalten den Bauern im Hochsauerland den Rücken zu stärken.
„Indem sie zu regionalen Produkten greifen und diese entsprechend bezahlen, unterstützen sie unsere bäuerlichen Familienbetriebe“, sagte Christa Hudyma.

Info Regionalrat

Arbeitskreissitzung Forst

Text als PDF

Arbeitskreissitzung Forst/Jagd                                     Freitag, 29.01.2016

Die Vogelschutzrichtlinie der EU (Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979) trat 1979 in Kraft und regelt den Schutz der wildlebenden Vogelarten und ihrer Lebensräume in der Europäischen Union und den Einrichtungen Europäischer Vogelschutzgebiete. Aktuell gilt die Richtlinie in der Fassung 2009/147/EG. Mit dieser Richtlinie haben sich die Mitgliedstaaten der EU (damals EWG) zur Einschränkung und Kontrolle der Jagd ebenso wie zur Verwaltung von Vogelschutzgebieten als eine wesentliche Maßnahme zur Erhaltung, Wiederherstellung bzw. Neuschaffung der Lebensräume wildlebender Vogelarten verpflichtet. Daneben soll jedoch auch die Bewirtschaftung und Nutzung der Vögel geregelt werden. Zusammen mit den Schutzgebieten der FFH-Richtlinie bilden die „besonderen Schutzgebiete“ der Vogelschutzrichtlinie das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000.

Im Jahr 2000 gab es eine Vereinbarung bezüglich des Vogelschutzes auf freiwilliger Basis; da wichtige, sogenannte wertgebende Arten, seitdem dennoch weiterhin eher rückläufig im Bestand sind, hat die Europäische Kommission gegen Deutschland im Juni 2007 ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, weil sieben Bundesländer (Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Baden-Württemberg) auch nach fast 30 Jahren immer noch nicht alle erforderlichen Vogelschutzgebiete ausgewiesen hatten (Vertragsverletzungsverfahren 2001/5117). Nach der Meldung noch ausstehender Gebiete wurde dieses Verfahren im Oktober 2009 eingestellt.

Trotz alledem gehen die Bemühungen weiter. Neben den bereits bestehenden Schutzgebieten am unteren Niederrhein, in den Wäldern und Wiesen bei Burbach und Neunkirchen sowie den Hellewegbörden werden nun auch die Medebacher Bucht und die Weserarme in den Fokus gerückt und deren Etablierung als Schutzgebiet vorbereitet. Geplant sind noch einige mehr.

Hierzu ist geplant, daß in NRW 5% der Wälder insgesamt und 10% derer in öffentlicher Hand sich natürlich entwickeln sollen. Zudem wird für den weiteren Schutz auf § 4 Abs. 1 und 4 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) verwiesen, in dem Schutz und auch Nutzung genau geregelt werden. Weiterhin sind Fließgewässeroptimierung (Renaturierung), der richtige Umgang mit Alt- und Totholz (Biotopholzstrategie Xylobius des Landes NRW) sowie der besondere Schutz von Erlen- und Eschenwäldern zielführend. Probleme beim Schutz bereiten, neben dem Altholzeinschlag,die hohe Wilddichte (vornehmlich Schwarzwild) und die Prädation der Vögel (besonders durch Waschbären, Füchse, Iltis, Steinmarder und Wildschweine, aber auch durch Elstern und Rabenkrähen). Auch der Horstschutz gestaltet sich schwierig, da gerade zum Beispiel Schwarzstörche sehr sensibel auf Annäherung zum Horst im Besonderen und auch Störungen im Allgemeinen reagieren. Die Folge der Störungen in diesem Brutumfeld wirken sich unmittelbar auf den Erfolg der Stabilisierung und Regeneration der Population aus.

Daß all dies nötig ist, erkennt man, wenn man die Entwicklung einzelner wertgebender Arten in der Medebacher Bucht näher betrachtet: während zum Beispiel Schwarzstorch, Rauhfußkauz und Rotmilan recht stabil sind, was auch so bleiben soll, wird bei Schwarz- Grau- und (bedingt) Mittelspecht ebenso eine Trendumkehr angestrebt wie bei Rebhuhn und anderen Arten, um die Population wieder voranzubringen.

Um nun ein weiteres EU-Vertragsverletzungsverfahren zu vermeiden (was in der Hellewegbörde nicht gelang), ist es an der Zeit zu handeln, und hierfür soll in Medebach Folgendes geschehen:

  • Weiteres Treffen im Sitzungssaal des Rathauses in Medebach
  • Entwurf Vogelschutzmaßnahmenplan (VMP) bis zum Sommer 2016
  • Runder Tisch im September 2016
  • Abschluß und Bericht ans Ministerium im November 2016

Haushaltrede 2016

Rede als PDF-Datei

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Grosche,
liebe Ratskolleginnen,
liebe Ratskollegen,
Dieses Jahr ist alles anders! Irgendwie steht die Welt Kopf:
„Es reicht das Erzählte und zählt nicht das Erreichte!“
So beginne ich meine diesjährige Haushaltsrede mit dem, wo ich in den letzten Jahren aufgehört habe: „Wir sagen Danke!“
2015 war ein schwieriges Jahr :
Das städtische Handeln ist geprägt von den Herausforderungen der Unterbringung und der Integration der Flüchtlinge. In diesem Bereich hat die Verwaltung außerordentliches geleistet. Hierfür möchte die FWG Medebach Ihnen, Herr Bürgermeister Grosche und dem gesamten Team der Verwaltung unsere hohe Anerkennung aussprechen. Herr Bürgermeister, ich bewundere auch Ihre konstruktive, kritische Auseinandersetzung mit der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung, sofern man hier überhaupt von einer konzeptionellen Politik sprechen kann.
Durch den Dialog mit den Bürgern ist es Ihnen gelungen, in der Bevölkerung Akzeptanz und Hilfsbereitschaft bei uns in Medebach zu fördern.
Ein Dank an dieser Stelle auch allen ehrenamtlichen Helfern, ohne die dies nicht möglich wäre.
Auch wir haben die Verwaltung in diesem Bereich konstruktiv unterstützt und werden dies auch in Zukunft tun.
Ungerechtigkeiten baden wir als Kommune aus. Wir wollen keine politischen Debatten sondern echte Lösungen
Denn es gilt, die Freiheit, die wir uns geschaffen haben, zu erhalten.
Wir Bürgerinnen und Bürger sind gefordert, Gesellschaft neu zu definieren.
Wir denken an unsere Zukunft, somit komme ich zum Haushalt unserer Stadt:
Bei einem der größten Unsicherheitsfaktoren, nämlich den direkten Kosten für Flüchtlinge, regiert der 100 %ige Optimismus.
Die Prämisse, dass die Ausgaben für Flüchtlingsunterbringung und -integration 1 : 1 durch Zuweisungen des Landes kompensiert werden, halten auch wir, trotz unseres Unglaubens, für die einzig sinnvolle!
Wir unterstützen diesen Ansatz in der Haushaltsplanung.
Doch wir befürchten, dass es anders kommen wird, dass die Kommunen auf die eine oder andere Art und Weise eben doch einen beträchtlichen Teil der direkten Kosten schultern müssen, von den indirekten, das bereitgestellte Personal, -wir unterhalten uns im Stellenplan über Aufstockung-, ganz zu schweigen.
Dann werden wir uns in 2016 mit einem Nachtragshaushalt beschäftigen müssen.
Wir, die Freien Wähler Medebach, tragen die zusätzlichen Stellen im Bereich Flüchtlingsunterbringung ausdrücklich mit, denn es kann nicht sein, dass aufgrund von fehlenden Personal Anliegen unserer Bürgerinnen und Bürger nicht zeitnah bearbeitet werden können. Doch auch dieses sind Kosten der Flüchtlingsunterkunft und müssen beim Land angefordert werden.
Zur Ausgabenseite unseres Haushaltes:
Die mit Abstand größten Ausgabeposten sind die Personalkosten und die Kreisumlage.
Zur Kreisumlage können wir nur sagen:
Es grenzt schon an einen politischen Skandal, dass Sie, liebe Kollegen von CDU und SPD, es nicht schaffen, ihre Parteifreunde im Kreis zu bewegen, die Kreisumlage auf ein angemessenes Maß zu reduzieren.
Der Kreis begründet die Kreisumlage mit den steigenden Kosten des Landschaftsverbandes und der Jugendhilfe.
Allein Schäuble schreibt eine schwarze Null.
Das ist auch nicht schwierig, wenn die CDU-Regierung den Kommunen Aufgaben auferlegt, ohne die Kommune mit den notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten.
Und wir in der Kommune sparen. Haben unseren Nachtbus eingestellt und hatten im letzten Jahr eine lange Liste von der Bezirksregierung, wo wir noch hätten sparen können. Hätten wir diese Sparhinweise: So wurden wir u. a. darauf hingewiesen, dass wir es uns leisten, die Fahrkosten der Kindergartenkinder zu übernehmen. Wobei es ohnehin unverständlich ist, dass die Kosten ab Schulbeginn übernommen werden müssen und die so wichtige frühkindliche Förderung im Kindergarten hier hintern ansteht.
Aber selbst, wenn wir diesen Einsparkatalog für 2015 durchgezogen hätten, so müssen wir feststellen: Es hätte uns NICHTS gebracht, außer die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu belasten.
Von der Verwaltung haben wir eine lange TODO-Liste der notwendigen Arbeiten an unseren Schulen und Straßen, die im Haushalt 2016 NICHT berücksichtigt werden, die wir also vor uns her schieben.
Einen Teil finden Sie in unseren Anträgen zum Haushalt, verehrte Kollegen und Kolleginnen, wir ersparen Ihnen, hier auf Einzelheiten der Produktgruppen einzugehen.
Sie sind im Thema und was das Zahlenwerk anbelangt, so ist auf meinen Vorredner stets Verlass, dass er diese wie jedes Jahr vorträgt.
Wir halten, in Anbetracht der Bundes- und Landespolitik von CDU und SPD, unsere Anträge für ein Mindestmaß, welches wir unseren Bürgerinnen und Bürger, die hier leben und weiter leben wollen, schuldig sind.
Wohlweislich, dass wir zur Finanzierung neue Kredite aufnehmen müssten. Wohlweislich, dass das unserem Grundsatz der letzten Jahre entgegensteht.
Dazu brauchen wir jetzt Mut.
Diesen Mut sind wir unseren Bürgerinnen und Bürger schuldig.
Ich bin sicher, sie werden ihn honorieren.
Wir brauchen wieder Politik für unsere Bürger!
Wenn wir von Werten sprechen, müssen wir Werte leben können.
Und Aufgabe der Politik ist es, uns hierfür die Rahmenbedingungen zu schaffen.
Dazu gehört auch die finanzielle Ausstattung. Denn entgegen dem Jammern der letzten Jahre kann man sich spätestens ab Herbst letzten Jahres nur wundern, wieviel Geld plötzlich z. B. für Lehrer etc. zur Verfügung stand. Man hatte fast das Gefühl, wir sind reich geworden! Nur jetzt in den Haushaltsaufstellungen kommt die Wahrheit ans Licht.
Dem hohen Lob der CDU-Fraktion an die Gewerbetreibenden schließen wir uns als FREIE WÄHLER uneingeschränkt an,
aber, vergessen wir
– zum einen nicht,
– dass wir erst im Vorjahr die Gewerbesteuersätze erhöht haben und das heißt,
zum anderen: unsere Gewerbetreibenden haben wir stärker belastet.
Ja, dank dieser Steuererhöhungen und den guten Zahlen haben wird dieses Jahre keine Schlüsselzuweisungen bekommen.
Wollen wir uns ernsthaft auf die Schulter klopfen und sagen: Toll gemacht?
Bund und Land lässt uns Kommunen im Stich. Insbesondere uns im ländlichen Raum. Sie, meine Damen und Herren von CDU und SPD, haben da keinen Einfluss auf Ihre Kollegen in Ihrer Partei. Ganz im Gegenteil, Sie sind noch gehalten diese vorgegebene Linie unseren Bürgern hier zu verkaufen. Ganz deutlich wird das nicht nur in der Flüchtlingspolitik sondern auch in der Politik der Energiewende und der Aufstellung von Windkrafträdern in unseren Wäldern.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, wie ich gerade abgeleitet habe, die finanzielle Lage der Stadt ist zu einem erheblichen Teil fremd bestimmt. Hoffen wir alle, dass nur das zählt, was wir tatsächlich erreichen und nicht nur das, was wir erreichen wollen
Den aufgestellten Haushalt der Verwaltung tragen wir NICHT mit, weil wir die Meinung vertreten, dass wir dieses Jahr noch Herr im eigenen Haus sind und keine Art „offene Posten-Liste“ vor uns herschieben dürfen, die wir, sollten wir in die Haushaltssicherung getrieben werden, vielleicht auf lange Zeit nicht erledigen dürfen.
Schade, dass nicht die Möglichkeit besteht, dass unsere Bürgerinnen und Bürger zum Haushalt abstimmen dürfen!!!
Vielen Dank

13. Januar 2016

Ab sofort können Sie über unsere Feedback-Seite Ihre Meinung, Anregung oder Ihren Ärger mitteilen.

Er kann anonym oder mit Namensnennung erscheinen und zur Diskussion bereitgestellt werden.

Klicken Sie hier um uns eine Nachricht zu senden.